05. Oktober 2006

Privatinsolvenzen steigen drastisch an

Während Firmeninsolvenzen in den letzten Monaten stark abnahmen, melden immer mehr Verbraucher Insolvenz an.

Im ersten Halbjahr 2006 meldeten 18.592 Firmen Insolvenz an, was im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres einen Rückgang von 16,5 Prozent bedeutet. Die Verbraucherinsolvenzen stiegen dagegen dramatisch um 40,3 Prozent auf 51.602 an. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Alleine im Juli nahm die Zahl der insolventen Verbraucher um 34,2 Prozent zu, und stieg somit auf 7.841 Personen an. Die Firmeninsolvenzen gingen um 25,4 Prozent auf 2.327 zurück. Im gesamten ersten Halbjahr 2006 wurden 88.764 Insolvenzen registriert, was einem Plus von 15,4 Prozent entspricht.

Die voraussichtlichen Forderungen werden von Statistikern für Juli 2006 auf 2 Milliarden Euro geschätzt. Im Vorjahresmonat lagen diese Forderungen bei 3,7 Milliarden.


 
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