15. September 2006

Finanzbranche gegen Regulierung von Hedgefonds

Trotz der großen Kritik an Hedgefonds, sprach sich die weltweite Finanzbranche auf der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds gegen eine Regulierung dieser Anlageklasse aus.

Verwalter von Hedgefonds genießen Freiheiten, wie sie kein anderer Investmentfondsmanager hat. Zu teuer, zu groß, zu unbeaufsichtigt. Die Kritik ebbt nicht ab. Eine Regulierung soll trotzdem nicht stattfinden.

"Wir betrachten den wachsenden Kapitalzufluss bei Hedgefonds nicht als ein besonderes Risiko", sagte Charles Dallara, Geschäftsführer des Institute of International Finance (IIF), auf der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Singapur. Trotzdem räumt er, wie auch viele Verwalter der Hedgefonds selbst, Verbesserungsmöglichkeiten ein.

Eine Regulierung oder zumindest Offenlegungspflichten, sollen nach Aussage vieler Notenbanker schon seit einiger Zeit durchgesetzt werden. Auch die Bundesbank hat beispielsweise für eine Kontrolle durch Ratingagenturen plädiert.

Aufgrund der wachsenden Bedeutung von Hedgefonds wies Glenn Stevens, Vizepräsident der australischen Zentralbank, auf den somit auch immer größer werdenden Einfluss dieser Anlageklasse hin. Hedgefonds verwalten weltweit angeblich etwa 1,3 Billionen Dollar. Die anhaltend hohen Mittelzuflüsse, werden teilweise auf die strengen Regularien innerhalb der Finanzbranche zurückgeführt. "Das Wasser fließt immer zur niedrigsten Stelle", sagte Cees Maas von der IIF.


 
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